Es gibt Umbrüche, die allumfassend sind, die etwas mit uns machen. Unsere Gesprächsgäste haben solche Umbrüche erlebt. Für Nadja Klier, Tochter einer DDR-Bürgerrechtlerin, war die Überwachung durch die Stasi Alltag. Ihre plötzliche Ausbürgerung 1988 aus der DDR erlebte die Jugendliche als Schock und existentiellen Umbruch. Ingo Hasselbach geriet schon früh in Konflikt mit dem DDR-Regime. Zunächst war er Punk, radikalisierte sich dann im Gefängnis und wurde Anfang der 1990er-Jahre zu einem der führenden Neonazis Ostdeutschlands. Er schaffte den gefährlichen Ausstieg aus der Szene und gründete ein Aussteigernetzwerk. Das Gespräch mit den Gästen bleibt nicht in der Vergangenheit stehen: Aufklärung über die Diktatur in der DDR und die erlebten Umbruchserfahrungen sind heute wichtiger denn je. Und auch Rechtsextremismusprävention bleibt ein zentrales Thema. Moderation: Knut Elstermann
Digitale Angebote prägen den Alltag, doch was bedeutet das für ältere Menschen? Diese Veranstaltung thematisiert Chancen, Hürden und Voraussetzungen für Senioren in der digitalen Welt. Auf Basis aktueller Befunde aus Forschung und Praxis werden Zugangswege und gesellschaftliche Rahmenbedingungen diskutiert. Das Angebot richtet sich an alle, die sich für Perspektiven und Herausforderungen der digitalen Teilhabe älterer Menschen interessieren und mitdiskutieren möchten.
Eines der mysteriösesten und bekanntesten Bauwerke der frühen Menschheitsgeschichte ist das Megalith-Bauwerk Stonehenge in England. Vom 18. September 2026 bis zum 29. August 2027 präsentiert die Archäologische Staatssammlung mit der Ausstellung „STONEHENGE. Uralte Geheimnisse, neue Entdeckungen“ moderne Forschungserkenntnisse zum weltberühmten Steinkreis! Kurator Dr. Heiner Schwarzberg führt Sie virtuell durch die Sonderschau mit vielen originalen Funden. Gemeinsam entdecken Sie die Entwicklung der Anlage und die Menschen dahinter, die diese vor über 5000 Jahren geschaffen und genutzt haben. Heiner Schwarzberg ist ein deutscher Prähistorischer Archäologe. Er leitet die Abteilung Vorgeschichte an der Archäologischen Staatssammlung in München. In Kooperation mit der Archäologischen Staatssammlung und der Staatlichen Museumsagentur Bayern.
Es gibt Umbrüche, die allumfassend sind, die etwas mit uns machen. Unsere Gesprächsgäste haben solche Umbrüche erlebt. Für Nadja Klier, Tochter einer DDR-Bürgerrechtlerin, war die Überwachung durch die Stasi Alltag. Ihre plötzliche Ausbürgerung 1988 aus der DDR erlebte die Jugendliche als Schock und existentiellen Umbruch. Ingo Hasselbach geriet schon früh in Konflikt mit dem DDR-Regime. Zunächst war er Punk, radikalisierte sich dann im Gefängnis und wurde Anfang der 1990er-Jahre zu einem der führenden Neonazis Ostdeutschlands. Er schaffte den gefährlichen Ausstieg aus der Szene und gründete ein Aussteigernetzwerk. Das Gespräch mit den Gästen bleibt nicht in der Vergangenheit stehen: Aufklärung über die Diktatur in der DDR und die erlebten Umbruchserfahrungen sind heute wichtiger denn je. Und auch Rechtsextremismusprävention bleibt ein zentrales Thema. Moderation: Knut Elstermann
Mexiko bietet mehr als nur Strand! Lisa Freudlsperger nimmt Sie mit in das vielfältige Mexiko-Stadt: Erleben Sie Pyramiden, bunte Wasserwege, Museen und mexikanisches Wrestling. Die Reise führt weiter in den Süden nach Chiapas und Oaxaca, wo Natur und indigene Kultur faszinieren. Die Referentin lebte selbst ein Jahr in der Metropole und kann dank ihrer familiären Verbindungen persönliche Einblicke und praktische Reisetipps teilen. Ein lebhafter Bildvortrag, der Lust macht, das Land abseits der Klischees zu entdecken.
Münchens beliebtester Stadtmarkt lädt Feinschmecker ein, bayerische und internationale Köstlichkeiten zu entdecken. Erleben Sie Münchner Tradition und Lebensgefühl, während Sie Geschichten über diesen charmanten Ort hören. Von Biosäften und regionalem Käse bis hin zu fränkischer Wurst und handgemachten Pralinen bietet der Viktualienmarkt alles, was das Herz begehrt. In der Kursgebühr sind 20,- € Verzehrkosten inklusive. Treffpunkt: Fischbrunnen am Marienplatz.
Engel, Feen, Fabelwesen – wer druckt die schönste Postkarte? Wir lernen die edle Künstlervilla kennen: das große Gebäude, die Götter- und Tierfiguren in Haus und Garten, die Gemälde des Hausherrn von wilden Tieren und lustigen Fabelwesen. Wir staunen über den Wächter des Paradieses, das riesige Bild eines Engels. Inspiriert von unseren Eindrücken lernen wir die Stempeltechnik und drucken unsere schönsten Postkarten auf buntes Papier. Bitte beachten Sie, dass eine Erwachsene Begleitperson aus Haftungsgründen notwendig ist. Die Kursgebühr gilt für 1 Erwachsenen + 1 Kind. Jede:r weitere Erwachsene 10,00 €, jedes weitere Kind 8,00 €. Materialgeld 5,00 € (vor Ort zu bezahlen). Der Eintritt in die Villa Stuck ist separat zu zahlen. Tickets bitte rechtzeitig vorher kaufen. Treffpunkt: Museum Villa Stuck, Jugendzimmer Souterrain
Seit Heinrich Heine und bis in die Gegenwart sind jüdische Autoren und Autorinnen ein wichtiger Bestandteil der deutschen Literatur. In ihren Werken kommt zum Ausdruck, was man die „deutsch-jüdische Symbiose“ zu nennen pflegte. Aber nicht erst seit Hitler war dieser Begriff sehr problematisch und wird heute kaum noch verwendet. Seit etwa zwei Generationen gibt es in Deutschland auch jüdische Autoren und Autorinnen aus einem anderen Land: aus Israel. Nach der Staatsgründung 1948 dauerte es noch etwa zwei Jahrzehnte, bis diese Literatur international bekannt wurde, und seit den 1980er Jahren sind Namen wie Amos Oz, Zeruya Shalev oder David Grossman auf dem deutschen Buchmarkt sehr präsent. Als Dichter und Verleger kennt Michael Krüger viele israelische Autoren persönlich; Jakob Hessing, Autor und Germanist an der Hebräischen Universität in Jerusalem, erforscht die Geschichte der deutsch-jüdischen Literatur. In einem Gespräch tauschen sie ihre Erfahrungen aus.
Mit dem Digital Services Act (DSA) setzt die EU neue Standards für Transparenz und Verantwortung sozialer Medien. Im Fokus stehen die Löschung illegaler Inhalte, der Kampf gegen Desinformation und offene Algorithmen. Während erste Verfahren die Durchsetzungskraft der EU unterstreichen, wächst der Widerstand aus den USA, wo Regulierung oft als Zensur kritisiert wird. Gemeinsam mit Experten diskutieren wir, wie effektiv die EU-Vorgaben in diesem spannungsreichen Umfeld wirklich sind.
In Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten. Doch potenzielle Zufluchtsstaaten schlossen ihre Grenzen und schotteten sich mit jeder weiteren deutschen Expansion stärker ab. Der Völkerbund und die US-Regierung bemühten sich erfolglos, die Flüchtlingspolitik zu koordinieren: Auf der Konferenz im französischen Évian berieten im Juli 1938 Staaten und Hilfsorganisationen über die Aufnahme von Flüchtlingen - ohne Ergebnis. Die Nazis höhnten, niemand wolle die Juden haben. Weil Flüchtlingen eine reguläre Einreise verwehrt blieb, bestiegen sie seeuntüchtige Boote, bezahlten Fluchthelfer und gingen illegale Wege, um sich in Sicherheit zu bringen. Susanne Heim ist Historikerin und Politikwissenschaftlerin. Sie war Projektleiterin der wissenschaftlichen Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 bis 1945", Gastprofessorin in Wien und hat an einschlägigen Institutionen und Archiven in Jerusalem, Washington, Cincinnati und New York geforscht.
Vom Bauerndorf, über das Glasscherbenviertel bis hin zum neuen „In-Viertel“: Giesing hat sich gemausert und bietet neben liebevoll renovierten Straßenzügen, großartigen Villen und alten Eck-Kneipen nun auch stilvolle Restaurants und Bars, unkonventionelles Publikum und jede Menge lebendige, heitere Straßenkultur. Unter anderem wird die Stelle des illegal abgerissenen Uhrmacherhäusls besucht. Treffpunkt: Tegernseer Platz 7, vor dem Eingang des Postamtes an der U-Bahnhaltestelle Silberhornstraße.
Bei diesem Rundgang durch die Alte Pinakothek steht nicht die klassische Kunstgeschichte im Fokus, sondern der gemeinsame Austausch. Ohne Vorkenntnisse betrachten wir ausgewählte Bilder und sprechen über Motive, Malweise sowie die Wirkung der Werke. Die Exkursion richtet sich an alle Neugierigen, die Lust haben, Kunst im Dialog zu entdecken. Franz Billmayer ist Kunstpädagoge und war zuletzt Professor für Kunstpädagogik an der Universität Mozarteum, Salzburg. Bitte beachten Sie, dass die Tickets nicht im Entgelt enthalten sind und vor Kursbeginn erworben werden sollen. Treffpunkt: Eingang der Pinakothek.
Heutzutage spazieren Millionen von Besuchern durch antike Ruinenstädte. Voll Bewunderung studieren wir die verfallenen Gebäude und Monumente und stellen uns vor, wie der Alltag der Menschen damals ausgesehen haben mag. Nostalgie und romantische Wehmut angesichts des Untergangs der alten Kulturen sind jedoch moderne Phänomene. Im Altertum ging man mit den zahlreichen zerstörten Städten, die schon damals im Mittelmeerraum allgegenwärtig waren, wesentlich pragmatischer um: Ruinen hatten nichts Positives an sich, sie wurden entweder beseitigt oder schlichtweg ignoriert. Martin Zimmermann zeigt in diesem Vortrag, wie die Menschen in der Antike selbst auf bedeutende Stätten wie Troja, Mykene, Ninive und Pompeji geblickt haben. Er lehrt Alte Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gerda Henkel Stiftung statt.
Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen Veränderungen wahrnehmen und wie unterschiedliche Gruppen auf sozialen Wandel reagieren. Es soll gezeigt werden, dass ein Teil unserer gegenwärtigen Konflikte mit der starken Dynamisierung der Gesellschaft zu tun haben. Es wird auch diskutiert, wie sich Kontinuitätsbedürfnisse und Veränderungsanforderungen miteinander kombinieren lassen. Steffen Mau ist Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen. 2021 erhielt er den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Seine Bücher Ungleich Vereint. Warum der Osten anders bleibt (2024) sowie die gemeinsam mit Thomas Lux und Linus Westheuser verfasste Studie Triggerpunkte. Konsens und Konflikt in der Gegenwartsgesellschaft (2023) standen monatelang auf der Sachbuch-Bestenliste und auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Für Ungleich Vereint erhielt er außerdem den Bayrischen Buchpreis 2024 und stand auf der Shortlist für den Sachbuchpreis des Norddeutschen Rundfunks.
"Gibt es einen Trumpismus ohne Trump? Wie wird sich die MAGA-Bewegung angesichts der immer eklatanter werdenden Führungsschwäche des alternden Präsidenten weiterentwickeln? Wie sieht es in der MAGA-Bewegung intern aus? Der Vortrag zeichnet ein Innenbild der rivalisierenden Strömungen der trumpistischen Szene in den USA im Umfeld der anstehenden Zwischenwahlen und analysiert die Stärkeverhältnisse innerhalb der rechten Szene in den USA." Michael Hochgeschwender lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Was unterscheidet das Aufwachsen in einer Diktatur von dem in einer Demokratie? Was passierte, wenn Jugendliche in der DDR mit dem System in Konflikt gerieten? Gemeinsam gehen wir der Frage nach, was junge Menschen damals geprägt hat und was sie heute beschäftigt, wo Erfahrungen vergleichbar und wo Unterschiede entscheidend sind. Die Veranstaltung lädt dazu ein, Generationen ins Gespräch zu bringen und über das Leben von jungen Menschen in Umbruchszeiten nachzudenken. Gäste: Lisa Trebs, Tim Eisenlohr. Moderation: Miriam Menzel.
„Kommissar KI“ revolutioniert die Polizeiarbeit: Durch automatisierte Aktenanalyse, Gesichtserkennung und das Durchforsten von Social-Media-Daten lassen sich Vermisste, aber auch Gefährder identifizieren und Straftaten effizienter verfolgen. Doch viele Anwendungen befinden sich noch in der Testphase. Es fehlen oft gesetzliche Grundlagen, die Grundrechte wie die informationelle Selbstbestimmung wahren. Wie viel KI-Einsatz verträgt unsere Freiheit? „Demokratie im Gespräch“ lädt zur Debatte.
Über 30.000 Werke besitzen die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Die wenigsten Kunstliebhaber wissen aber, dass sich die Schätze der Pinakotheken nicht nur in München, sondern in nahezu 20 Filialen befinden, die sich über ganz Bayern verteilen. Die Galerien, die oft in alten Burgen, Residenzen und Schlossanlagen untergebracht sind, zeigen in ihren imposanten Mauern hochkarätige Kunst. Bei unserem online Bummel schauen wir auf Highlights und versteckte Schätze, folgen spannenden Geschichten zu Ankauf und Hintergründen und freuen uns über die Pracht.
Wir machen uns auf eine Rundreise durch die Eurolinguistik, jene Wissenschaft, die nach den Gemeinsamkeiten unter den Sprachen Europas sucht. Wir durchstreifen die Gebiete Wortschatz, Grammatik, Aussprache, Schreibung und Kommunikationsgepflogenheiten. Wie drückt sich die europäische Sichtweise im Wortschatz aus? Aus welchen Sprachen haben die Europäer gerne Wörter übernommen? Welche typischen Grammatik-, Aussprache- und Schreibkonventionen gibt es? Welche Gepflogenheiten gibt es beim Austausch miteinander? Und: auf welche Kuriositäten stoßen wir? Joachim Grzega ist einer der führenden Eurolinguisten. Er leitet an der VHS Donauwörth den Projektbereich “Innovative Europäische Sprachlehre (InES)” und lehrt an der Universität Eichstätt.
Nach Grönland zu reisen heisst, Erfahrungen zu sammeln. Grönland bringt jeden Menschen ans Limit. Sobald man Grönland verlässt, wächst die Sehnsucht nach der Rückkehr dorthin. Dennis Hartke war 10 Jahre Extremreiseleiter im Nordland. Seine Laufbahn begann an der rauen Ostküste Grönlands. Sein bebilderter Vortrag nimmt uns mit in eine von Stille, Eis und Bären dominierte Region am Rande der Welt, die durch klimatische Dysbalancen und politische Hochspannungen ins wanken gerät und droht ihr Gleichgewicht aus Frieden und Freiheit zu verlieren. Begegnungen mit den Inuit, Tupfer von bunten Blumen, verlassene Militärbasen, Grenzerfahrungen in vereisten Fjorden, Einsamkeit und das tägliche Leben fernab jeglicher Zivilisation sind die Inhalte eines emotional geladenen Reiseberichts aus tiefem Herzen durch vollkommene Verbundenheit mit einem vereisten Land.
Krimifans wird der Sektionssaal des Instituts für Pathologie mit seiner Inschrift "Mortui Vivos Docent", "Die Toten lehren die Lebenden" bekannt vorkommen. Szenen für "Tatort", "Siska", "Der Alte", "Die Chefin", "Polizeiruf 119" oder die "Eberhofer-Filme" wurden hier gedreht. In der Präparate-Lehrsammlung können unter anderem 1500 Jahre alte Mumienteile aus Ägypten bestaunt werden. Oberpräparator Alfred Riepertinger führt durch die Sammlung und berichtet über seine spannende Arbeit. Treffpunkt für die Führung im Institut für Pathologie der München Klinik Schwabing ist Haus 32, EG. Der Zugang zum Institut erfolgt über die Klinikzufahrt Isoldenstraße.
Karrieregipfel oder echte Erfüllung? Markus C. Müller, ubitexx-Gründer und ehemaliger Europa-Chef von BlackBerry, stand ganz oben, als ihn ein Buch über Sterbende wachrüttelte. Er erkannte: Erfolg ist nicht gleich Zufriedenheit. Von jetzt auf gleich kündigte er seinen Top-Job und entschied sich für eine Ausbildung als Hospizbegleiter. In seiner Lesung erzählt er sehr persönlich von seinem radikalen Kurswechsel. Er zeigt auf, warum Sterbende die besten Lehrmeister für ein gelingendes Leben sind und wie man lernt, den eigenen Bedürfnissen treu zu werden. Ein Abend über die Endlichkeit als Impuls für ein authentisches Leben. Eintrittskarten können Sie ab 1.10. für 12 € direkt in der Stadtbücherei erwerben oder telefonisch (08122/408-140) oder per Mail an stadtbuecherei@erding.de reservieren lassen.
Prag, die Hauptstadt Böhmens, war um 1900 durchaus nicht das gemütliche k.u.k.-Reservat, das sich heutige Touristen gerne vorstellen. Die Stadt war geprägt von sich zuspitzenden nationalen Gegensätzen zwischen Tschechen und Deutschen, was vor allem die jüdische Bevölkerung in eine prekäre Lage versetzte. Aber auch das Tempo, mit dem eine Vielzahl technischer Innovationen innerhalb weniger Jahre durchgesetzt wurde, ließ bei vielen Bewohnern das Gefühl aufkommen, am Ende einer Epoche zu stehen. Sehr genau registrierte Kafka die unheimliche Faszination dieser Herausforderung: Telefone, Diktiergeräte, nächtlich beleuchtete Straßen, elektrische Trams und nicht zuletzt Kinos veränderten auch seinen Alltag. Dr. Reiner Stach studierte Philosophie, Literaturwissenschaft und Mathematik. 1987 erschien seine Monographie ›Kafkas erotischer Mythos‹. 1999 gestaltete Stach die Ausstellung ›Kafkas Braut‹, in der er den Nachlass Felice Bauers präsentierte, den er in den USA entdeckt hatte. 2002 und 2008 erschienen die ersten beiden Bände der hochgelobten dreiteiligen Kafka-Biographie. 2008 wurde Reiner Stach für ›Kafka: Die Jahre der Erkenntnis‹ mit dem Sonderpreis zum Heimito-von-Doderer-Literaturpreis ausgezeichnet. Für sein herausragendes Gesamtwerk auf dem Feld der literarischen Biographik erhielt er 2016 den Joseph-Breitbach-Preis.
Unter den Kanzlern der Bundesrepublik Deutschland ragt Konrad Adenauer heraus. Er ist es, der nach NS-Diktatur, Zweitem Weltkrieg und Holocaust 1949 die erste Bundesregierung bilden kann und die von außen gestiftete Demokratie im Westen verankert. Damit legt er die Fundamente einer Erfolgsgeschichte, die den Westdeutschen auf Jahrzehnte hinaus Wohlstand und Frieden beschert. Aber Adenauer ist es auch, der die deutsche Teilung in Kauf nimmt und Millionen seiner Landsleute ein Beschweigen ihrer Vergangenheit ermöglicht. Der renommierte Zeithistoriker Norbert Frei nimmt den 150. Geburtstag des Gründungskanzlers zum Anlass für ein unbestechliches Portrait des Mannes, der die deutsche Geschichte nach 1945 geprägt hat wie niemand sonst Norbert Frei lehrte Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Davor forschte er u.a. an dem Institut für Zeitgeschichte, an der Harvard University, in Princeton, in Jerusalem und am Wissenschaftskolleg zu Berlin.
Gewittergrau - Zitronengelb – welche Farbe hat das Licht? Vor 150 Jahren entdeckten die französischen Maler für ihre Bilder das Licht. Diese Bilder der Neuen Pinakothek sind derzeit in der Alten Pinakothek im Erdgeschoss ausgestellt, da die Neue Pinakothek renoviert wird. Dort sehen wir Bilder vom Himmel in allen Farben von Pink bis Orange. Die Maler zeigten auch die Menschen ihrer Zeit, eine Familie im Garten, Bauern auf dem Feld, ein stolzer Feldherr auf seinem Ross. Lasst Euch von den neuen strahlenden Farben auf diesen Bildern überraschen. Danach zeichnet ihr selbst Bilder von Licht und Farben. Bitte beachten Sie, dass eine Erwachsene Begleitperson aus Haftungsgründen notwendig ist. Die Kursgebühr gilt für 1 Erwachsenen + 1 Kind. Jede:r weitere Erwachsene 10,00 €, jedes weitere Kind 8,00 €. Materialgeld 1,00 € (vor Ort zu bezahlen). Der Eintritt in die Alte Pinakothek ist separat zu zahlen. Tickets bitte rechtzeitig vorher kaufen. Treffpunkt: Alte Pinakothek, Foyer
Heute wird es festlich: Wir besuchen bei diesem Online-Rundgang die schönsten Krippen, die festlichsten Bäume, erleuchtete Straßenzüge und hören Geschichten zu weihnachtlichen Bräuchen aus Bayern. Aber auch in Museen, in Kirchen und auf Weihnachtsmärkten sammeln wir Weihnachtsstimmung und ein wenig Glanz. Was Sie zur Begleitung dieses Abends nur noch brauchen, sind Glühwein und Plätzchen.
War das Leben in der Antike gemütlicher oder gab es damals schon ähnlich viel Stress wie heute? In Judentum wie Christentum gab es Gruppen, die ein schreckliches Ende aller Weltzeit erwarteten. Wie verbreitet waren solche apokalyptischen Zukunftsszenarien? Wie ging man im Alltag mit den konkurrierenden Zeitrechnungen um, beispielsweise religiös motivierten Zeitrechnungen und politischen Chronologien nach Kaisern oder Konsulen? Wie erfuhren Menschen ganz praktisch, was die Stunde geschlagen hatte und was hatte das alles mit Religion zu tun? Antworten auf alle diese Fragen finden sich in einem größeren Buch, an dem Christoph Markschies arbeitet und dessen Inhalte er kurzgefasst vorstellt. Christoph Markschies ist Professor für Antikes Christentum an der Humboldt-Universität zu Berlin und Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Er wurde u. a. mit dem Hanns-Lilje-Preis der Göttinger Akademie und dem Leibniz-Preis der DFG ausgezeichnet und gehört dem Orden Pour le mérite für Wissenschaften und Künste an.
Über 30.000 Werke besitzen die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Die wenigsten Kunstliebhaber wissen aber, dass sich die Schätze der Pinakotheken nicht nur in München, sondern in nahezu 20 Filialen befinden, die sich über ganz Bayern verteilen. Die Galerien, die oft in alten Burgen, Residenzen und Schlossanlagen untergebracht sind, zeigen in ihren imposanten Mauern hochkarätige Kunst. Bei unserem online Bummel schauen wir auf highlights und versteckte Schätze, folgen spannenden Geschichten zu Ankauf und Hintergründen und freuen uns über die Pracht.
Die Al-Mahdi Moschee lädt zu einem authentischen Einblick in das muslimische Gemeindeleben ein. Bei der Führung durch die Räumlichkeiten erfahren Sie deren Bedeutung und mehr über die Rituale und Lehre des Islam. Im Anschluss besteht die Möglichkeit persönliche Fragen an den Imam und Theologen Abdussalam Bhatti zu richten. Bitte tragen Sie einem Gotteshaus angemessene Kleidung.
Ein Jahr Freiheit am wilden Pazifik! Eine 6-köpfige Familie aus dem Landkreis Mühldorf wagte 2022 den Sprung nach Oregon. Wolfgang Killian entführt Sie in spannenden, humorvollen Episoden mitten hinein in den US-Alltag und die amerikanische Mentalität. Erleben Sie den Weg von den Vorbereitungen durch den Visum-Dschungel bis zu unvergesslichen Roadtrips entlang der Westküste – lebendig erzählt und mit eindrucksvollen Aufnahmen in Szene gesetzt. Ein Abend voller Fernweh und Inspiration!
Haben Sie Lust auf einen unterhaltsamen Spaziergang durch die Bayerische Geschichte? Sie hören lustige Lebensgeschichten zu den bayerischen zu jedem von ihnen. Sie können problemlos die Bayerischen Könige aufsagen und die Bayerische Geschichte grob mit der Europäischen verknüpfen – haben Sie Lust auf die Herausforderung? Treffpunkt: vor dem Foyer des Residenzmuseums .
Die Werke des Künstlers Joseph Beuys stellen eine besondere Frage: Wie können wir unser Leben und unsere Gesellschaft aktiv mitgestalten? Bei einer gemeinsamen Führung durch die Beuys-Sammlung im Lenbachhaus lernst du seine inspirierenden Ideen kennen – über Mut zum eigenen Denken, innere Entwicklung und die Kraft jedes Menschen, Veränderungen anzustoßen. Auf diese Weise erlangst du Klarheit über persönliche Wünsche, neue Perspektiven und Ziele für die Zukunft. Die Eintrittskarte ist separat zu kaufen. Treffpunkt: Eingang Lenbachhaus
Über 30.000 Werke besitzen die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Die wenigsten Kunstliebhaber wissen aber, dass sich die Schätze der Pinakotheken nicht nur in München, sondern in nahezu 20 Filialen befinden, die sich über ganz Bayern verteilen. Die Galerien, die oft in alten Burgen, Residenzen und Schlossanlagen untergebracht sind, zeigen in ihren imposanten Mauern hochkarätige Kunst. Bei unserem online Bummel schauen wir auf highlights und versteckte Schätze, folgen spannenden Geschichten zu Ankauf und Hintergründen und freuen uns über die Pracht.
Was wäre, wenn man einfach losfährt, ohne Training, ohne Plan, ohne zu wissen, ob man es schafft? Pegah Tavakkolkhah ist Iranerin und lebt seit 16 Jahren in Deutschland. Als sie ankam, konnte sie kein Fahrrad fahren. Trotzdem brach sie vor sieben Jahren zu ihrer ersten Soloradreise auf, spontan, unvorbereitet und ohne besondere Ausrüstung. Seitdem hat sie neun Länder solo durchradelt, den Moselsteig und Rheinburgenweg in Deutschland, den GR92 in Spanien und den Fisherman's Trail in Portugal gewandert und schreibt gerade an einem Buch über ihre Erfahrungen und Lebensphilosophie: „Freedom: Why Nothing Matters – A Cyclist's Guide to Letting Go." Ihr Vortrag ist keine klassische Reisereportage. Es geht um die philosophische Seite des Aufbrechens: Was hält uns wirklich zurück? Wie verändert sich die eigene Lebensperspektive, wenn man lernt, jeden Moment anzunehmen: schlechtes Wetter, Krankheit, Umwege und alles, was man nicht kontrollieren kann? Und was bedeutet es, wirklich frei zu sein?
„Die beste Bildung findet ein gesunder Mensch auf Reisen.“ – Johann Wolfgang von Goethe. Getreu diesem Motto startet unsere neue Veranstaltungsreihe „Unterwegs in der Welt“. Wir laden Sie ein, gemeinsam mit uns den Blick über den Tellerrand zu wagen. Entdecken Sie faszinierende Kulturen, fremde Länder und packende Reisegeschichten. Lassen Sie sich inspirieren, erweitern Sie Ihren Horizont und nehmen Sie wertvolle neue Perspektiven und Impulse für Ihren eigenen Alltag mit nach Hause. Spezialangebot: Melden Sie sich für alle 4 Veranstaltungen an und erhalten Sie 10% Rabatt. Bitte telefonisch anmelden!