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Online-Vorträge

29 Kurse

Info & Anmeldung: Tel.: 08122 9787-0, E-Mail

Doris Fähr
Geschäftsführerin & Programmbereich Gesellschaft

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Demokratie im Gespräch: Webtalks zu den gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung
Di. 31.01.2023 19:00
online

Eine Kooperation der Volkshochschulen in Bayern mit der Bayerischen Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit und der Akademie für Politische Bildung in Tutzing. Expertinnen und Experten referieren zu den gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung. Diskutieren Sie mit! Die Veranstaltungen findeen als Zoom Webinar statt. So kann die Diskussion verfolgt werden, eine Beteiligung über den Chat ist möglich. Die Themenabende finden monatlich an einem Mittwoch von 19 bis 20 Uhr statt. (Ausnahme: Dienstag, der 31. Januar). Die Teilnahme wird kostenfrei angeboten. Der Zugang zum Kursraum erfolgt über einen Link der für alle Veranstaltungen gleich ist. https://blz-bayern-de.zoom.us/j/85422673761 Themen und Termine: Dienstag, 31. Januar: Künstliche Intelligenz in der Bildung Mittwoch, 15. Februar: Hilfe gegen Lebensmittelverschwendung? Europäische Technologiepolitik Mittwoch, 15. März: Neue digitale Identitäten: Das Beispiel "E-Residency" Mittwoch, 19. April: Gesundheitsdatenschutz in der EU Mittwoch, 10. Mai: Digitale Entkopplung? Die Zukunft der europäischen Technologiepolitik

Kursnummer B1210
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Gebühr: kostenlose Teilnahme per Zoom-Link
Online Vortrag: Was Männer kosten Der hohe Preis des Patriarchats
Mo. 06.02.2023 19:30
online
Der hohe Preis des Patriarchats

Gewalt, Unfälle, Sucht, Diskriminierung, Hate Speech und Extremismus - Männer dominieren die Statistiken des Abgrunds: Sie verursachen doppelt so viele Verkehrsunfälle, begehen mit Abstand die meisten Straftaten und belegen deshalb auch 94 Prozent der Plätze in deutschen Gefängnissen. 75 Prozent der Alkoholtoten jedes Jahr sind männlich und mehr als 80 Prozent der häuslichen Gewalt geht von Männern aus. Diese Zahlen stehen nicht nur für Schmerz und Trauer - sie verursachen auch immense Kosten. Boris von Heesen trägt erstmals Schritt für Schritt zusammen, wie hoch der Preis ist, den wir alle für toxische männliche Verhaltensweisen bezahlen: Über 63 Milliarden Euro kosten sie dieses Land jedes Jahr - mindestens. Er erläutert die Ursachen und zeigt Wege auf, wie wir diesem dramatischen Ungleichgewicht begegnen können: indem wir eine Gesellschaft schaffen, in der alle Geschlechter ihre Potentiale frei von patriarchalisch geprägten Klischees und festgefahrenen Rollenmustern entwickeln können. Boris von Heesen ist Wirtschaftswissenschaftler und Gründer eines der ersten deutschen Online-Marktforschungsinstitute. Heute arbeitet er als Männerberater und geschäftsführender Vorstand eines Jugendhilfeträgers. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich als Autor und Referent mit dem Thema kritische Männlichkeit und veröffentlichte bereits zwei erfolgreiche Bücher zum Thema. Der Vortrag wird live online angeboten. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.

Kursnummer A1710
Welternährungssicherung und nachhaltige Ernährungssysteme
Mo. 06.02.2023 19:30
online

Rund 25% der Weltbevölkerung leiden unter Hunger und Mangelernährung. Darüber hinaus wachsen die Probleme von Übergewicht und Adipositas, nicht nur in reichen, sondern zunehmend auch in ärmeren Ländern. Im Vortrag werden historische Trends und zukünftige Herausforderungen der Ernährungssicherung vor dem Hintergrund planetarer Grenzen diskutiert. Dabei werden auch aktuelle Krisen und deren Folgen für die Welternährung angesprochen. Matin Qaim ist Professor für Agrarökonomie und Direktor am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn.

Kursnummer B1510
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Gebühr: kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich
Landwirtschaftliche Tierhaltung in Deutschland 1945-1990
Mi. 08.02.2023 19:30
online

Im Stall von 1990 erinnerte wenig an das dortige Geschehen vierzig Jahre zuvor. Neue Tiere produzierten die begehrtesten Lebensmittel der Konsumgesellschaft, Fleisch, Milch und Eier, so günstig wie noch nie. Gleichzeitig verschwanden sie hinter die Kulissen des gesellschaftlichen Lebens. In beiden deutschen Staaten sahen Agrarpolitik, Tierzucht, Tiermedizin, Agrarwissenschaft und die Bauern und Bäuerinnen vor Ort in einer Rationalisierung der Tierhaltung die vielversprechendste Möglichkeit, Anschluss an die Entwicklungen der Wohlstandsgesellschaft zu halten. Veronika Settele untersucht die Entwicklung der industrialisierten Massentierhaltung und zeigt dabei zugleich, warum sie trotz ihrer enormen ökonomischen Erfolge seit den 1970er Jahren Gegenstand einer kritischen Diskussion wurde. Veronika Settele ist Historikerin an der Universität Bremen. Sie wurde 2020 von der VolkswagenStiftung  für die beste wissenschaftliche Nachwuchspublikation ausgezeichnet.

Kursnummer B1310
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Gebühr: kostenlos, bitte anmelden
Inflation und Globalisierung - von 1850 bis heute
So. 12.02.2023 19:30
online

Was ist der Motor für die Globalisierung? Welche Rolle spielen dabei Preisentwicklung, Warenverknappung und Inflation? Eine Antwort kann in der Analyse unseres kollektiven gegenüber Krisen liegen. Mit den Hungersnöten ab 1840 über die Hyperinflation 1923, die Ölkrise der 1970er-Jahre, die Finanzkrise 2008/09 bis zur Coronakrise werden große wirtschaftliche Schockmomente identifiziert. Und mit dem Ukrainekrieg und der Energiekrise bahnt sich bereits der nächste Schockmoment an. In dem Vortrag werden die Mechanismen, die diese Schocks prägen, analysiert. Harold James ist Professor für Geschichte und internationale Politik an der Universität Princeton. Er zählt weltweit zu den renommiertesten Wirtschaftshistorikern der Gegenwart.

Kursnummer B1311
JournalistInnen der Süddeutschen Zeitung im Gespräch
Mi. 22.02.2023 19:30
online

Zwei Redakteur*innen der Süddeutschen Zeitung sprechen über ein aktuelles Thema. In Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung & vhs.wissen live.

Kursnummer B1401
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Gebühr: kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich
Dozent*in: N.N.
Kann man Demokratie messen?
Mo. 27.02.2023 19:30
online

Wir sorgen uns um die Demokratie und würden daher gerne weltweit und möglichst 'objektiv' erfassen, wie es um sie steht. Aber wie misst man Demokratie? Kann man etwas, was die Philosophie ein 'essentially contested concept' nennt, überhaupt messen? Und was passiert, wenn man sich über Bedenken hinwegsetzt und es einfach macht? In dem Vortrag wird versucht, eine sehr kurze Darstellung der verschiedenen Versuche zur Quantifizierung des Konzepts der Demokratie zu geben und dabei danach zu fragen, was diese Versuche über die Demokratie mitteilen. Prof. Dr. Philip Manow lehrt Politikwissenschaft an der Universität Bremen. Er ist Mitglied der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften.

Kursnummer B1251
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Gebühr: kostenlos, bitte anmelden
"Was ist Technik?" - Vom kreativen Ausufern eines Begriffs
Di. 28.02.2023 19:30
online

Technik ist banalerweise das, was wir meinen, wenn wir von Technik sprechen. Und das kann sehr viel Verschiedenes sein, das reicht von Verformungstechnik über Finanzierungstechnik bis Liebestechnik. Es hat nicht an Versuchen gefehlt, diesem Ausufern der Verwendung des Begriffs Technik Einhalt zu gebieten. Sie sind allesamt an dem Assoziationsreichtum, der sich mit Technik verbindet, gescheitert. Es erscheint also aussichtsreicher, sich zu fragen, was man mit Technik alles gewinnbringend fassen kann, als nach der "richtigen" Definition zu fragen, die dann ohnehin nur von einer der vielen verschiedenen Gruppen der Technikverwender formuliert werden kann. Technik ist zu attraktiv, als dass sie sich ihre Offenheit nehmen ließe. Ulrich Wengenroth studierte Geschichte, Volkswirtschaft und Recht in Frankfurt/Main, Darmstadt und London. Nach akademischen Wanderjahren von 1989 bis 2014 wurde er Ordinarius für Geschichte der Technik an der TU München, befindet sich jetzt im Ruhestand. Er ist acatech-Mitglied. In Kooperation mit der acatech & vhs.wissen live

Kursnummer B1512
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Gebühr: kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich
Die Cum-Ex-Files Der Raubzug der Banker, Anwälte und Superreichen - und wie ich ihnen auf die Spur kam
Mi. 01.03.2023 19:30
online
Der Raubzug der Banker, Anwälte und Superreichen - und wie ich ihnen auf die Spur kam

Es ist der größte Steuerraub der Geschichte: Über Jahre ließen sich Banken und reiche Anleger mithilfe skrupelloser Anwälte Steuern vom Finanzamt erstatten, die sie nie gezahlt hatten. Mit anderen Worten: Sie stahlen unser aller Geld. Allein in Deutschland beläuft sich der Steuerschaden durch Cum-Ex und ähnliche Betrügereien auf circa 36 Milliarden Euro, in elf europäischen Staaten und den USA sind es insgesamt etwa 150 Milliarden Euro. Oliver Schröm deckte die schmutzigen Investments von Finanzjongleuren wie Carsten Maschmeyer auf, enthüllte Olaf Scholz' Verstrickung in die Cum-Ex-Affäre von Deutschlands größter Privatbank, und er rief die internationale Investigativkooperation "CumEx-Files" ins Leben. An diesem Abend erläutert er das Prinzip dieses Betrugs und klärt die Dimension der kriminellen Handlungen. Er erzählt von seinen oft abenteuerlichen Recherchen, bei denen er selbst zum Gejagten wurde. Ein Wirtschaftskrimi und ein Sittengemälde zugleich. Oliver Schröm war als freier Journalist für den Stern, Die Zeit und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung sowie Politmagazine der ARD und des ZDF tätig. Er gründete 2010 das Team "Investigative Recherche" beim Wochenmagazin Stern und beschäftigte sich als Leiter des Ressorts überwiegend mit Politik, Wettbetrug im Sport, Extremismus und Geheimdiensten. Von 2011 bis 2015 war er als Nachfolger von Thomas Leif erster Vorsitzender der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche. Ab Juli 2016 arbeitete er beim NDR für die Sendung Panorama. Zum 1. Januar 2018 wechselte er als Chefredakteur zum Recherchezentrum Correctiv. Im November 2019 kehrte er zum NDR zurück, wo er erneut für die Sendung Panorama arbeitet

Kursnummer B1320
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Gebühr: 8,00
Dozent*in: Oliver Schröm
Nicht mein Antirassismus Eine Ermutigung - Buchlesung mit Diskussion
Di. 07.03.2023 19:00
online
Eine Ermutigung - Buchlesung mit Diskussion

Es vergeht kaum ein Tag, an dem die Debatte um Identitätspolitik und Rassismus keinen neuen Aufschlag bekommt. Waren es gestern noch "alte, weiße Männer", die unter Beschuss gerieten, so wird heute darüber gestritten, wer Amanda Gorman übersetzen oder wer für diverse Charaktere in Film und Theater gecastet werden darf. Der Ton: wütend, aggressiv, spaltend. Längst geht es nicht mehr um Gleichbehandlung, sondern Deutungshoheit: Wer hat hier das Sagen und darf mitreden? In ihrem Buch spürt Topçu den Wandel der Gesellschaft aus Sicht einer "Betroffenen" auf, die sich aber weigert, als Opfer gesehen zu werden. Selbstreflektierend geht sie dem Zeitgeist der Antirassismus-Akteure nach und kritisiert den oft selbstgerechten Ton in den Debatten. So sehr die Auseinandersetzung mit Rassismus und Diskriminierung wichtig und notwendig ist, distanziert sie sich von der Schwarz-Weiß-Malerei und warnt davor, reflexartig den Rassismus als Ursache aller Missstände zu sehen. Sie wirbt für einen anderen Weg: keine pauschalen Angriffe, sondern Dialog auf Augenhöhe und direkte Begegnungen. Canan Topçu ist Journalistin und Dozentin mit Schwerpunkt auf die Themen Migration, Integration, Teilhabe und muslimisches Leben in Deutschland. Sie arbeitet für die Hochschule Darmstadt und die Hessische Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit. Darüber hinaus engagiert sie sich seit vielen Jahren ehrenamtlich in Stiftungen und Organisationen für Integration und Chancengerechtigkeit. Mit ihren Positionen zu Teilhabe, Zugehörigkeit und Diskriminierung eckt sie immer wieder bei sogenannten People of Color und Minderheitengruppen an, weil sie nicht bereit ist, Schwarz-Weiß-Malerei zu betreiben und Opfernarrative zu reproduzieren. Topçu ist 1965 in der Türkei geboren, Tochter türkischer Arbeitsmigranten und lebt seit 1973 in Deutschland. Der Abend findet in Kooperation im Hybrid Format statt und kann per Webex-Link online verfolgt werden. In Kooperation mit der VHS Unterhaching

Kursnummer B1220
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Gebühr: 10,00
Dozent*in: Canan Topçu
Humanoide Roboter in Raumfahrt, Industrie und Pflege
Di. 07.03.2023 19:30
online

Roboter spielen in immer mehr gesellschaftlichen Bereichen eine Rolle, und das Zusammenwirken von Mensch und Maschine gewinnt zunehmend an Bedeutung. Wie können wir den Menschen in den Mittelpunkt der Roboterentwicklung stellen? Da Assistenzroboter eng mit Menschen interagieren werden, müssen sie mit ihnen bezüglich Größe und Gewicht, aber auch bezüglich Kraft und Geschwindigkeit kompatibel sein. Um die Sicherheit während der Interaktion mit Menschen zu gewährleisten, ist es unerlässlich, dass humanoide Roboter in Sekundenbruchteilen auf Kontakt oder Hindernisse reagieren. Sie müssen zudem menschliche Bewegungen und sich schnell verändernde Umgebungen in Echtzeit erfassen. Dies stellt die heutige Robotik vor gewaltige Herausforderungen sowohl bezüglich der Hardware und der Algorithmen-Entwicklung als auch bezüglich der Systemintegration. Der Vortrag liefert eine Übersicht aktueller Robotik-Trends, angefangen bei der Leichtbauroboter-Technologie, bis hin zu biologisch inspirierten Systemen, die dem Wirkungskonzept menschlicher Muskeln nachempfunden sind. Weiterhin werden die Herausforderungen und derzeitigen Ergebnisse in der Perzeption, Kognition, Künstlichen Intelligenz und autonomen Planung für die Assistenzrobotik besprochen. Menschen können von dieser Entwicklung durch bessere Mensch-Maschine-Schnittstellen, robotische medizinische Verfahren, Prothesen und Rehabilitationsgeräte unmittelbar profitieren. Alin Albu-Schäffer ist seit 2012 Direktor am Institut für Robotik und Mechatronik im DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt). Zudem ist er Professor an der TU München, er leitet den Lehrstuhl für "Sensorbasierte robotische Systeme und intelligente Assistenzsysteme" an der Fakultät für Informatik. Seine Forschungsgebiete sind die robotische Assistenz von der Raumfahrt über die industrielle Produktion, Medizin und Health-Care bis hin zu persönlichen Assistenzsystemen. Er studierte Elektrotechnik an der TU Timisoara (Rumänien) und promovierte 2002 an der TUM. Albu-Schäffer erhielt zahlreiche Auszeichnungen im Bereich der Robotik, unter anderem den IEEE King-Sun Fu Best Paper Award der Transactions on Robotics in 2012 und 2014, Preise für Publikationen in den führenden Robotik-Zeitschriften und -Konferenzen sowie den DLR-Wissenschaftspreis. In Kooperation mit der acatech & vhs.wissen live

Kursnummer B1511
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Gebühr: kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich
Das Geschäft mit dem Gebrechen Wie Investoren den Pflegesektor auspressen
Mo. 13.03.2023 19:30
online
Wie Investoren den Pflegesektor auspressen

Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland nimmt seit vielen Jahren beständig zu. Ein wesentlicher Grund dafür: Medizinischer Fortschritt und veränderte Lebensbedingungen führen zu einer steigenden Lebenserwartung und damit auch zu mehr Bedarf an Pflege und Unterstützung. Im Jahr 2030, so der Pflegereport 2021 der Barmer Ersatzkasse, werden statt heute 4,5 Millionen dann 6 Millionen Menschen Ansprüche auf Leistungen nach der Pflegeversicherung haben. Die damit einhergehenden Probleme sind schon jetzt offensichtlich: Es fehlt an Fachpersonal, oft stimmt die Qualität der Leistungen nicht, in einigen Bereichen wie der Kurzzeitpflege fehlen Plätze. Zugleich ist die finanzielle Belastung der Pflegebedürftigen enorm hoch, die Angehörigen fühlen sich im Stich gelassen und Stress und Leistungsdruck für die Beschäftigten nehmen zu. Gleichzeitig gibt es immer mehr Konzerne, die mit der Pflege viel Geld verdienen - auf Kosten der Pflegebedürftigen wie der Pflegenden. Denn der Pflegesektor ist verstärkt zum Ziel von Kapitalbeteiligungsgesellschaften, sogenannten Private-Equity-Firmen geworden. Mittlerweile sind mehr als 400 Beteiligungsgesellschaften an rund 5500 Firmen mit mehr als einer Million Beschäftigten beteiligt. Diesen Firmen geht es in erster Linie um Rendite, die Pflege ist nur ein rentierliches Geschäft - mit fatalen Folgen für die Betroffenen. Der Vortrag möchte die Entwicklung im Pflegesektor nachzeichnen und die Auswirkungen von Privatisierung und Kommerzialisierung in diesem Bereich diskutieren. Dr. Karl Bronke weiß, von was er spricht: Der Jurist und Sozialwissenschaftler war lange Jahre Abteilungsleiter der Sozialbehörde Bremen. In Kooperation mit der vhs im Norden des Landkreises München

Kursnummer B1226
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Gebühr: 8,00
Die Energiewende um den Klimawandel zu stoppen: Faktische und ethische Betrachtungen einer großen Transformation
Mi. 15.03.2023 19:00
online

Das zentrale Thema der Dreier-Koalition im Herbst 2021 war die Transformation unseres aktuellen Wirtschaftssystems in eine sozial-ökologische Wirtschaft. Die Energiewende steht als DER Schwerpunkt einer sehr ambitionierten Klima- und Wirtschaftspolitik im Mittelpunkt der notwendigen Maßnahmen. Mit dem Ukrainekrieg und der damit verbundenen Energiekrise kam ein weiterer wesentlicher Punkt hinzu: die dringend notwendige Unabhängigkeit von Energielieferungen aus Russland. Der Klimagipfel in Ägypten im November 2022 brachte dann die große Ernüchterung: Während Deutschland im Rahmen der Energiewende massive Anstrengungen verbunden mit großen Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft unternimmt, folgt uns der größere Teil der Welt nur bedingt. Welche Rolle spielt in der Diskussion die Sozialethik in Form einer Verantwortung der Industrieländer für die vom Klimawandel stark betroffenen Drittländer? Geht es wirklich ums Klima oder doch nur wieder mal ums Geld? Wird das Ausland uns wirklich folgen, wenn wir erfolgreich sind mit dem Umbau? Ist unsere Gesellschaft bereit für die sicherlich schmerzhafte Transformation? Konsequenz sind höhere Preisen und der Verzicht von vielen liebgewonnenem Gewohnheiten. Wie soll die Wirtschaft trotzdem oder auch gerade deswegen wachsen und die dringend benötigten Steuer-Milliarden generieren? Viele spannende Fragen und vielschichtige Antworten erwarten Sie. Sie werden überrascht sein. Andreas Dohmen (Kernphysiker, Betriebswirt und Philosoph (Wirtschaftsethiker)) hat sich nach vielen Jahren als erfolgreicher Manager in der Internet-Industrie u.a. intensiv mit dem Thema Transformation von Systemen unter sozialen, ethischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten beschäftigt. In zahlreichen Vorträgen hat er die verschiedenen und oft polarisierenden Gesichtspunkte von Systemveränderungen wie z.B. bei der digitalen Transformation sowie dem sozial-ökologischem Umbau unserer Wirtschaft thematisiert und mit den Teilnehmern diskutiert. Näheres über Andreas Dohmen: www.andreas-dohmen.com Der Abend findet in Kooperation im Hybrid Format statt und kann per Webex-Link online verfolgt werden.

Kursnummer B2140
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Gebühr: 10,00
Dozent*in: Andreas Dohmen
Dunkle Materie: Das große Rätsel der Kosmologie
Mi. 15.03.2023 19:30
online

85 Prozent der Materie in unserem Universum existieren in einer Form, die wir nicht direkt beobachten können und die mit den uns bekannten Materieteilchen allenfalls sehr schwach in Interaktion treten: Die Dunkle Materie ist ein großes, vielleicht das größte Rätsel der Kosmologie. Wer sie zu verstehen versucht, streift fast alle Themen, die unser Kosmos bereithält: Von der Entwicklung und Dynamik der Galaxien über Galaxienhaufen bis zu den größten kosmischen Strukturen und schließlich die Zeit kurz nach dem Urknall und die Entwicklung unseres Universums im Ganzen. Dr. Sibylle Anderl ist Redakteurin der FAZ und schreibt für das Wissenschaftsressort und das Feuilleton. Sie hat in Astrophysik über Stoßwellen im interstellaren Medium promoviert und als Gastwissenschaftlerin zu den Themen Sternenentstehung und Astrochemie am Institut de Planétologie et d’Astrophysique de Grenoble geforscht.

Kursnummer B1521
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Gebühr: kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich
Lässt sich eine globale Wasserkrise abwenden?
Do. 16.03.2023 19:30
online

Wasserkrisen gehören mittlerweile zu den größten globalen Risiken für Wirtschaft und Gesellschaft, Zusammenhänge mit Nahrungsmittelknappheit und mangelnder Anpassung an den Klimawandel sind offenkundig. Dabei ist Wasserknappheit selten die unabwendbare Folge schwindender Wasservorräte ist, sondern immer auch das Resultat der (unverhältnismäßig hohen) Nachfrage durch den Menschen. Von Anbeginn an hat die Menschheit einen überwältigenden Erfindungsreichtum an den Tag gelegt, Wasser zu bewirtschaften und aus immer ferneren Gegenden heranzuziehen. Heute benötigen wir ein neues Wasserethos: Es respektiert die durch lokale und planetare Umweltbedingungen gesetzten Grenzen und überführt die Gewässerökosysteme wieder in einen intakten Zustand. Es umfasst darüber hinaus den gerechten Zugang aller Menschen zu sauberem Wasser, arbeitet also auch an der Abschaffung der globalen Wasserverteilungs- und Wasserqualitätskrise. Dieter Gerten ist Professor für Klimasystem und Wasserhaushalt im Globalen Wandel und Experte des weltweit renommierten Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Er zählt zu den wichtigsten Klimaforschern in Deutschland.

Kursnummer B2130
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Gebühr: kostenlos, eine Anmeldung ist errforderlich
Mehr Sicherheit für das Auto der Zukunft: Wie werden Fahrerassistenzsysteme entwickelt?
Di. 21.03.2023 19:30
online

Automatisiertes Fahren: Wir hören seit Jahren von Fortschritten und Rückschlägen, von Fakten und Mythen. Christoph v. Hugo wird in seinem Vortrag einen Überblick über die fünf Stufen der Automatisierung - von nicht automatisierten bis voll automatisierten Fahrzeugen - geben und deren funktionale Merkmale sowie technische Implikationen erläutern. Anhand von ausgewählten Beispielen im Unternehmen Mercedes-Benz, wird er darüber hinaus einen Einblick in den aktuellen Stand der Technik sowie künftige Systeme geben. Nach einem Wirtschaftsingenieur- und MBA-Studium trat Christoph v. Hugo 2005 als International Management Associate in die Daimler AG ein. 2013 übernahm er die Leitung der Aktiven Sicherheit bei Mercedes-Benz Cars übernahm. Neben der Entwicklung von Radarkomponenten, Car-to-X und verschiedenen Fahrerassistenzfunktionen verantwortet er Absicherungs-, Ratings- und Produktsicherheitsumfänge. Derzeit leitet er die Systementwicklung für die künftige Generation der Fahrerassistenzsysteme und des automatisierten Fahrens. In Kooperation mit der acatech & vhs.wissen live

Kursnummer B1513
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Gebühr: kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich
Schöner neuer Himmel Aus dem Militärlabor des Ostens
Di. 21.03.2023 19:30
online
Aus dem Militärlabor des Ostens

Die Idee war so ambitioniert wie anmaßend: den Kommunismus auch im All real werden zu lassen. Und die Realität? Um einen "Körper mit optimaler Normierung" zu kreieren, wurde ab den 70er Jahren im Osten in hochgeheimen Laboren geforscht. Was surreal klingt, findet sich belegt in den Akten des ostdeutschen Militärs, aber auch bei denen, deren Körper zum Material dieses Staatstraumas gemacht wurden. Eine dichte Erzählung, die ein scharfes Licht auf ein bislang ausgeblendetes Erbe der DDR wirft - und eine Zeitdiagnose über entgrenzte Körperforschung. Der Neue Mensch im All galt im Weltraumprogramm der Sowjetunion als absoluter Leitstern und löste in der DDR zwischen 1972 und 1989 eine gründliche Forschungstätigkeit aus. Die Unterwerfung und Beherrschung des Kosmos sollte durch Hochleistungsflieger, die sich über Jahre im All aufhalten konnten, möglich werden. Wie erschafft man diesen maximal normierten und bedürfnislosen Körper? Aus den Verschlussakten der DDR-Militärforschung, heute zugänglich im Militärarchiv Freiburg, setzt Ines Geipel ein verstörendes Bild zusammen: Experimentiert wurde nicht nur an Tieren, sondern auch an Menschen, in Krankenhäusern, Gefängnissen, an Soldaten und im Hochleistungssport. Das Streben nach der Vorherrschaft im Kosmos ist nicht Vergangenheit, sondern erfährt heute eine Renaissance. Einblicke in ein bisher unentdecktes Kapitel der DDR-Geschichte. "Ines Geipel ist eine Meisterin der Sprache."Anja Maier, taz Ines Geipel, geboren 1960, ist Schriftstellerin und Professorin für Verssprache an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Die ehemalige Weltklasse-Sprinterin floh 1989 nach ihrem Germanistik-Studium aus Jena nach Westdeutschland und studierte in Darmstadt Philosophie und Soziologie. 2000 war sie Nebenklägerin im Prozess gegen die Drahtzieher des DDR-Zwangsdopings. Ihr Buch "Verlorene Spiele" (2001) hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Bundesregierung einen Entschädigungs-Fonds für DDR-Dopinggeschädigte einrichtete. 2005 gab Ines Geipel ihren Staffelweltrekord zurück, weil er unter unfreiwilliger Einbindung ins DDR-Zwangsdoping zustande gekommen war. Ines Geipel hat neben Doping auch vielfach zu anderen gesellschaftlichen Themen wie Amok, der Geschichte des Ostens und auch zu Nachwendethemen publiziert. 2020 erhielt sie den Lessingpreis für Kritik, 2021 den Marieluise-Fleißer-Preis. In Kooperation mit der vhs im Norden des Landkreises München

Kursnummer B1319
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Gebühr: 8,00
JournalistInnen der Süddeutschen Zeitung im Gespräch
Mi. 22.03.2023 19:30
online

Zwei RedakteurInnen der Süddeutschen Zeitung sprechen über ein aktuelles Thema. Genauer Titel, Text und Name der beiden JournalistInnen werden zeitnah mitgeteilt. In Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung & vhs.wissen live

Kursnummer B1402
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Gebühr: kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich
Dozent*in: N.N.
Verlorene Kindheit: Kinderheime nach 1945
Do. 23.03.2023 19:30
online

In Bayern wandten sich im Jahr 2020 ehemalige Heimkinder an die Öffentlichkeit mit ihrem Anliegen, nicht nur das ihnen widerfahrene schwere Unrecht anzuerkennen, sondern auch mögliche Zusammenhänge von erlittenen Misshandlungen und sexuellem Missbrauch in unterschiedlichen Heimen aufzuklären. Die verantwortlichen Träger, darunter die Stadt München und der Paritätischen Wohlfahrtsverband, haben inzwischen mit der Aufarbeitung begonnen. Ziel ist es, das System der Täterschaft und Verantwortlichkeiten zu klären. Der Vortrag gibt einen Überblick zur Thematik und diskutiert die Herausforderungen der Aufarbeitung anhand konkreter Fälle aus Bayern. Er wird auch der Entwicklung seit der Petition Betroffener an den Deutschen Bundestag nachgehen, die seit den 2000er Jahren zu einer stärkeren Aufmerksamkeit gegenüber der Realität von Gewalt gegen Kinder und Jugendlichen in Erziehungsinstitutionen geführt hatte. Um ihnen zumindest ansatzweise Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, wurden bspw. der Fonds Heimerziehung für die stationäre Kinder- und Jugendhilfe (2010-2018), die Stiftung Anerkennung und Hilfe (2018-2020) für das Unrecht in der Behindertenhilfe und in der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie grundlegende Standards für die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs seitens privater und öffentlicher Träger entwickelt. Annette Eberle ist Professorin für Pädagogik in der Sozialen Arbeit an der Kath. Stiftungshochschule München. Sie war mit der Vorstudie zur Aufklärung der Missbrauchsfälle im Kinderhaus "Maffei" in Feldafing betraut.

Kursnummer B1318
Vor dem Gesetz sind nicht alle gleich Die neue Klassenjustiz
Di. 04.04.2023 19:30
online
Die neue Klassenjustiz

Der Rechtsstaat bricht sein zentrales Versprechen: das Versprechen, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind. Aber sie sind nicht gleich. Das Recht hierzulande begünstigt jene, die begütert sind; es benachteiligt die, die nichts haben. Wirtschaftsdelikte in Millionenhöhe werden mit minimalen Strafen belegt oder eingestellt. Prozesse gegen Menschen, die einen Wodka stehlen, enden hart und immer härter. In einer spannenden Reportage deckt Ronen Steinke systematisches Unrecht auf. Er besucht Strafanstalten, recherchiert bei Staatsanwälten, Richtern, Anwälten und Verurteilten. Und er stellt dringende Forderungen, was sich ändern muss. Ronen Steinke ist Redakteur und Autor der Süddeutschen Zeitung. Seine juristische Doktorarbeit über Kriegsverbrechertribunale von 1945 bis heute wurde von der FAZ als "Meisterstück" gelobt. Im Piper Verlag erschien seine Biografie über Fritz Bauer, den mutigen Ermittler und Ankläger der Frankfurter Auschwitz-Prozesse, die mit "Der Staat gegen Fritz Bauer" 2015 preisgekrönt verfilmt und in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Im Berlin Verlag erschien 2017 das hochgelobte Buch "Der Muslim und die Jüdin. Die Geschichte einer Rettung in Berlin".

Kursnummer B1225
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Gebühr: 8,00
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01.02.23 17:42:10