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S1118 Studium Generale Erding

Beginn Di., 19.02.2019, 10:00 - 12:00 Uhr
Dauer 13 Termine
Kursgebühr 119,00 €
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Kursleitung Dr. Robert Staudigl
Carola Blod-Reigl
Joachim Willeitner

Das Studium Generale ist für alle gedacht, die sich inhaltlich mit einer Vielfalt von Themen befassen wollen. Qualifizierte Dozenten führen Sie in die Themen ein und Sie haben die Gelegenheit, Fragen im kleinen Kreis zu stellen, zu diskutieren und auch selber Themenschwerpunkte zu setzen.

Inhaltlich bauen die Semester nicht aufeinander auf, so dass Sie jederzeit einsteigen können. Sie brauchen keinen bestimmten Schulabschluss oder Bildungsgrad. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können das Programm nach eigenen Wünschen und Interessen mitgestalten.

Themen:
1. Die Türkei von Atatürk bis Erdogan (19.02., 26.02., 12.03.,19.03.)
2. Tod und Trauer. Literatur und Kultur zum Abschied aus dieser Welt. (26.03., 02.04., 09.04., 30.04., 07.05.)
3. Der Kampf um das Mittelmeer (14.05., 21.05., 28.05., 04.06.)

1. Die Türkei von Atatürk bis Erdogan
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts revolutionierte Kemal Atatürk das Land am Bosporus. Eine beispiellose Verwestlichung wurde durchgeführt und rückte die Türkei an Europa heran.
Diese Perspektive gibt es auch heute noch, trotz aller gegenteiliger Entwicklungen unter Tayyip Erdogan. Seit dessen Regierungsantritt mehren sich autoritäre und islamistische
Tendenzen. Die Türkei ist heute im Inneren gespalten wie nie zuvor und steht auch ökonomisch am Scheideweg. All diese Aspekte und Prognosen für die Zukunft sollen im Mittelpunkt
der Betrachtungen stehen.

Referent: Dr. Robert Staudigl ist Politologe und Orientalist und seit 2002 an der Bayerischen Staatsbibliothek beschäftigt

2. Tod und Trauer. Literatur und Kultur zum Abschied aus dieser Welt.
Mit der Reformation setzt im deutschsprachigen Gebiet eine veränderte Wahrnehmung des Todes und der Beziehung zwischen Lebenden und Toten ein. Aus dem mittelalterlichen Kirchhof wurde unter der protestantischen Betonung des Lebens im Diesseits und dem zunehmenden Hygienediskurs eine ausgelagerte Ruhestätte der kontemplativen Einkehr, die Trost und Selbstbefragung gleichermaßen befördern sollte. Nicht mehr das jenseitige Seelenheil der Toten (die Familiensolidarität der Fürbitten, das lukrative Geschäft des Ablasshandels) stand nun im Vordergrund des gesellschaftlichen Umgangs mit dem Tod, sondern die Bedeutung der Todeserfahrung für die Hinterbliebenen, die diesseitige Trauer. "Die Geschichte des Umgangs mit dem Tod in der Neuzeit ist eine Geschichte seiner Entzauberung. Sie lässt sich mit Stichwörtern wie "Individualisierung", "Säkularisierung", "Technisierung" und "Professionalisierung" charakterisieren." (Norbert Fischer: Geschichte des Todes in der Neuzeit, 2001) Vor dem Hintergrund dieses kulturellen Umbruchs möchte das Seminar literarische Texte und Bildmaterial, bis hin zu aktuellen Debatten erläutern und die Fragen stellen: Wem gehört mein Leben? Wem gehört mein Tod? Was bedeutet Trauer?
Referentin: Carola Blod-Reigl

3. Der Kampf um das Mittelmeer
Wenn wir von "mediterran" ("zwischen den Landmassen") sprechen, verweisen wir damit (zumeist unbewusst) auf die Rolle des Mittelmeeres als verbindendes Gewässer zwischen den drei Erdteilen Europa, Asien und Afrika. Da die Straße von Gibraltar nur eine schmale Verbindung mit dem Atlantik herstellt, gilt es de facto als Binnenmeer mit etwa 2,5 Millionen qkm Fläche. Seit in der Antike die nautischen Probleme durch die Entwicklung geeigneter Schiffstypen überwunden waren, wurde das Mittelmeer - unter Nutzung seiner vielen Inseln als strategische Brückenköpfe - rasch mit einem dichten Netz von maritimen Handelsrouten überzogen. Entsprechend umkämpft war diese wichtige Handelsbühne zwischen den Anrainern, beginnend mit den Phöniziern und Griechen und kulminierend im Konflikt zwischen Rom und Karthago, wobei die Römer ihren Besitzanspruch mit der Benennung als "mare nostrum" ("unser Meer") unterstrichen. Noch heute zeugen zahlreiche versunkene Wracks und andere spektakuläre Unterwasserfunde einerseits vom friedlichen Handel, andererseits vom Kampf um die Vorherrschaft.
Referent: Joachim Willeitner

Alle Teilnehmer erhalten kostenlos (!) die Kulturkarte bei Buchung des Kurses.




Kursort

Erding VHS-Haus B 215

Lethnerstraße 13
85435 Erding

Termine

Datum
19.02.2019
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Lethnerstraße 13, Erding, VHS-Haus, Raum B 215
Datum
26.02.2019
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Lethnerstraße 13, Erding, VHS-Haus, Raum B 215
Datum
12.03.2019
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Lethnerstraße 13, Erding, VHS-Haus, Raum B 215
Datum
19.03.2019
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Lethnerstraße 13, Erding, VHS-Haus, Raum B 215
Datum
26.03.2019
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Lethnerstraße 13, Erding, VHS-Haus, Raum B 215
Datum
02.04.2019
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Lethnerstraße 13, Erding, VHS-Haus, Raum B 215
Datum
09.04.2019
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Lethnerstraße 13, Erding, VHS-Haus, Raum B 215
Datum
30.04.2019
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Lethnerstraße 13, Erding, VHS-Haus, Raum B 215
Datum
07.05.2019
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Lethnerstraße 13, Erding, VHS-Haus, Raum B 215
Datum
14.05.2019
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Lethnerstraße 13, Erding, VHS-Haus, Raum B 215

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